In diesen ‚wilden‘ Zeiten regen wir mit einer „Mantra-Kur“ dazu an, den inneren & äusseren Frieden zu stärken: In Gruppen oder alleine singen wir täglich 20 Minuten oder 108x eines dieser Mantren:
Ya salam a dunya / Dhamma de-i / Om Tare Tuttare ...
… & verbinden uns in dieser klingenden Friedensmeditation mit dem bewegenden Gedicht von Thich Nhat Hanh zum Thema „Feindes-Liebe“ & „Mitgefühl für Fortgeschrittene“
... in dunklen Zeiten ... Sing-Vernetzung ohne physische, jedoch mit seelischer Verbundenheit
Om Tare Tuttare 1 / M: Ani Choying Drolma
„Om, Tara, Du Retterin, Du beseitigst alle Ängste und das Leiden, und befreist/wandelst die inneren Feinde, gepriesen seist Du!“
Tara ist die MutterGöttin des Mitgefühls und der bedingungslosen Liebe und sie hilft dort, wo Not ist.
>täglich: 20min (Kurzversion: 22x) - 90min (Vollversion: 108x)
Forschung & Meditation zum inneren und äusseren Frieden - eine Einladung:
In diesen stürmischen Zeiten haben verschiedene Menschen unterschiedliche und auch oft gegensätzliche Ängste:
Mitgefühl: Du kannst deine eigene Angst wahrnehmen und dir einen Menschen vorstellen, der genau die entgegengesetzte Angst hat. Beim Singen kannst du Mitgefühl empfinden - sowohl für dich wie auch für dein Gegenüber, dich vielleicht sogar in seine/ihre Haut versetzen.
Das Mantra kann dir auch inneren Frieden schenken. Aus diesem ruhigen Herz heraus hast du vielleicht Visionen einer 'Neuen Welt', eines Menschseins, welches dem Wohle aller dient. Nähre deine Vision mit diesen Klängen und trage zum äusseren Frieden bei.
Version von der Doppel-CD "AmaLuma"
Text von Helge Burggrabe:
Was soll man dazu sagen: es ist Krieg!
Wie in den letzten Jahren und Jahrzehnten in vielen Regionen der Welt, doch dieses Mal rückt er näher an uns und wird dadurch greifbarer, auch in seiner Abscheulichkeit und Unfassbarkeit, die Krieg jedoch immer hat. Und dennoch hat dieser Krieg, das ist spürbar, noch eine andere Dimension, weil er aufgrund seiner potenziellen Tragweite eine grundsätzliche Entscheidung von uns Menschen verlangt. Welche Haltung und ethischen Grundwerte, welches Menschenbild haben wir, welcher Idee von Gemeinschaft folgen wir? Schaffen wir es, die Verbundenheit aller Menschen, ja aller Wesen wahrzunehmen, und dadurch in ein von Empathie und Mitmenschlichkeit/Mitgeschöpflichkeit geprägtes Handeln zu kommen? Oder leugnen wir diese Verbundenheit und bilden uns weiterhin ein, wir Menschen seien Einzelkämpfer und es gelte nur das Recht des Stärkeren? Es ist wie ein letztes Wachrütteln und scheint in Anbetracht der aktuell weiter zunehmenden Gewalt-Logik und Aggressions-Spirale immer offensichtlicher letztlich zu einer Überlebensfrage für uns Menschen als Gattung auf diesem Planeten zu werden.
Ich möchte einladen, die Wahrnehmung der Verbundenheit weiter wachsen zu lassen. Sehen wir durch alle politischen Planspiele, strategischen Überlegungen und Freund-/Feindbilder hindurch immer noch die einzelnen Menschen und verbinden uns mit ihnen: mit Menschen auf der Flucht, mit Soldaten bis hin zu Putin selbst. In der Zeit der Stille können wir Gedanken und Gebete formulieren, die zur Einsicht bei den Entscheidungsträgern und zum Frieden beitragen. Die Kraft der Gebete und Gedanken ist nicht zu unterschätzen.
Und zugleich ist es sinnvoll, im Sinne von „Mystik und Widerstand“ (Sölle), sich nach außen sichtbar politisch-gesellschaflich zu engagieren, was bei jeder/jedem von uns unterschiedlich aussehen wird. Nehmen wir uns bei all dem ein Beispiel an Personen wie Elie Wiesel, der das KZ Buchenwald überlebte, und aus seiner Erfahrung heraus uns zuruft, berührbar zu bleiben und niemals gleichgültig.
"Der Gegensatz von Liebe ist nicht Hass,
der Gegensatz von Hoffnung ist nicht Verzweiflung,
der Gegensatz von geistiger Gesundheit und gesundem Menschenverstand ist nicht Wahnsinn,
und der Gegensatz von Erinnerung heißt nicht Vergessen,
sondern es ist nichts anderes als jedes Mal die Gleichgültigkeit."
Elie Wiesel
